Archiv für Dezember 2009

Google Shortlinks aus Grönland

Montag, 21. Dezember 2009

Goo.gl

Nicht nur Handys, Computer und andere technische Spielereien werden immer kleiner. Ähnlich geht es den Links im Internet. In Zeiten von Twitter und Co, wo verfügbare Zeichen Mangelware sind, werden lange Links in sogenannte Short-URLs umgewandelt. So wird aus einer sehr langen URL ein kurzer Shortlink.

Auf Grund der hohen Nachfrage gibt es mittlerweile eine unüberschaubare Menge an Anbietern. Als Marktführer hat sich jedoch bit.ly etabliert, das eng mit Twitter kooperiert.

So kam es wenig überraschend, dass Google am Montag einen eigenen Dienst ankündigte ankündigte: goo.gl (Die Endung .gl steht übrigens für Grönland) und damit eine Attacke auf bit.ly einläutet. Die Anwendung ist vorerst nur in der Google-Toolbar und Feedburner integriert, doch es wird wohl nicht lange dauern bis goo.gl auch direkt aus dem aus dem Internet nutzbar sein wird.

Google kommt mit seinem Short-URL-Dienst ohne hin spät an den Start. Anwendungen dieser Art bieten nicht nur einen hohen Nutzen für den User, sondern können auch zum Schalten von Werbung genutzt werden. Denn neben den Anzahl der Klicks, wird bei registrierten Usern (bei goo.gl beispielsweise in Verbindung mit einem Google-Konto) auch gespeichert, wer die Seite angeklickt hat. Eine gute Möglichkeit also speziell an die Interessen des Users angepasste Werbung zu platzieren.

Autor: Christian Grobosch

Facebook droht USocial mit einer Klage

Dienstag, 1. Dezember 2009

Wer kennt das nicht aus seiner Schulzeit? War es nicht immer schon ein probates Mittel, sich bei den anderen Schülern beliebter zumachen, indem man Süßigkeiten verteilt? Freunde kaufen leicht gemacht. Einen ähnlichen Fall gibt es nun auch bei den Social Networks.

Das Unternehmen USocial verkauft Freunde zur Nutzung in Facebook- oder Twitterprofilen in Tausenderpacks, wie die BBC berichtet. Das ist ein lukratives Geschäft. Denn es gilt: Je mehr Freunde man hat, desto vernetzter erscheint man. Für den ein oder anderen Affiliate Marketer kann es sich möglicherweise auch rechnen seine Reichweite bei Twitter zu erhöhen. Pro neuen Freund ist eine Vergütung von ungefähr sechs Cent fällig. 1000 Twitter-Follower kosten so beispielsweise rund 59 Euro.

Doch woher kommen diese Accounts? Dazu liefert USocial keine Antwort. Der Verdacht liegt natürlich nahe, dass Lohnarbeiter in einem Fernen Billiglohnland diese Accounts massenhaft erstellen, um die Käufer damit zu befreunden. Außerdem soll das Unternehmen angeblich mit Spam-Aussendungen arbeiten und Profile manipulieren. USocial bestreitet dies allerdings.

Einen Strich durch die Rechnung will nun Facebook der Firma machen. Sie drohen mit einer Klage, falls weiterhin Freunde verkauft werden. Facebook sieht in den Geschäften einen ernstzunehmenden Verstoß gegen die Allgemeinen Geschäftbedingungen. USocial will nun vorerst den Handel mit Facebook-Freunden einstellen.


Autor: Simon Schattner